Etiketten – bitte soft!

Wer kennt sie nicht diese wunderbare Freude, wenn man ein ganz besonders hübsches Teilchen im Modeladen oder Online gekauft hat und nun zum ersten Mal ausführen will? Voller Vorfreude  zieht Frau das brandneue, coole Shirtchen über und bewundert sich im Spiegel, ah sieht super aus, doch, ah Aua, da kratzt was, und wie…

 

…und sie kratzen und sie nerven!

…und sie kratzen und sie nerven! Eine kleine Auswahl an entfernten Objekten.

Ein kleinen Schlenk mit den Schultern, schon wieder weg und einmal vorm Spiegel drehen und schon wieder ist das furchtbare Kratzen noch heftiger da! Die Freude ist getrübt, genau an einer Stelle,  in etwas mittig an der unteren Halswirbelsäule punktuelles nicht zu ignorierendes Kratzen, schrecklich. Also Shirtchen wieder ausziehen und – war ja klar, wieder einmal ein Etikett, Label, Schildchen wie auch immer man das bezeichnen mag, das an den Ecken so scharf ist, dass man sich fragen muss, was für eine (böse) Absicht dahinter steckt, wenn man solche Dinger in die hübschen Teile einnäht? Sollen wir dazu gezwungen werden nochmals genau zu lesen, wer uns das schöne Stück geliefert hat, damit sich der Name ja in unserem Unterbewusstsein festsetzt und wir Wiederholungskäufer werden? Also, so funktioniert das nicht liebe Modelabels,  das Einzige was sich bei mir festsetzt ist, dass ich etwas ärgerlich bin, weil ich nun wieder eine kleine, spitze Schere suchen muss oder einen Auftrenner, (ja und seit gut einem Jahr auch eine Brille damit ich sehe was ich da mache) und dann ab ans Fenster oder unter eine starke Leuchte  und dann Etikett raustrennen. Hier brauche ich Ruhe und allerhöchste Konzentration, denn was passiert ganz schnell mit einer spitzen Schere? Genau, bisschen abgerutscht oder zu tief angesetzt und schon sitzt da wo das Etikett war ein kleiner Schnitt oder ein kleines Loch…

Schnipp- Schnapp Etikett ist ab!

Schnipp- Schnapp Etikett ist ab!

Aber das mit dem kleinen Loch kam bei mir auch schon vor, ohne dass ich was dafür konnte. Denn damit das Etikett ja hunderttausend Wäschen in der Waschmaschine überstehen kann, ist es in der Produktion so fest eingenäht und vernäht worden, dass beim Raustrennen des Etiketts das Loch vorprogrammiert ist.

Varianten mit dem Etikett gibt es bei der Platzierung  und beim Zeitpunkt wann man merkt, dass es zu stören beginnt. Am Hals hinten ist bei Blusen, T-Shirts oder Hemdchen so die beliebteste Störstelle gleich gefolgt, Lendenwirbelsäule bei Hosen und Röcken, selten seitlich in der Taille, wobei das dann extrem stört. Zum Zeitpunkt, wenn man es zuhause merkt, hat man noch Glück gehabt und kann sich unverzüglich an die fieselige Entfernung machen, Pech aber, was mir meistens passiert, dass es erst zu Kratzen anfängt,wenn man im Auto sitzt und (was mir meistens passiert)Frau zeitlich knapp zu einem Termin unterwegs ist.

Was da hilft ist nur konzentrierte Atemübungen bis zum nächsten Anlaufstelle an der Frau eine kleine spitze Schere ausleihen kann und schnell für Ladies verschwindet, um dem Etikett dort den Garaus zu machen. Und dann durch zu schnaufen und sich wieder voll auf seine Aufgaben zu konzentrieren. Fast hätte ich es vergessen, Frau bekommt, wenn sie erklärt wofür sie das Instrument braucht,  immer sehr verständnisvolle Blicke von Frau, die die Schere zur Verfügung stellt, mit dem Hinweis: „Ich kenne das, ist mir auch schon öfters passiert, total nervig, echt. Weiß auch nicht was sich die dabei denken?“

Also liebe Hersteller bitte probiert doch vor dem Ordern eurer Labels, Etiketten, Schildchen einfach mal selbst aus wie sich euer Name so am Rücken trägt! Wir wollen schöne, weiche, edle Etiketten sehen aber NICHT spüren! Millionen von Frauen werden euch sehr dankbar sein und gerne wieder bei euch zugreifen.

So, das musste mal gesagt werden, da fällt mir ein, die Frage welche (böse?) Absicht dahinter stecken könnte, muss ich erst klären….

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Ein Gedanke zu “Etiketten – bitte soft!

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