Vienna waits for you

..singt Billy Joel in den 70 er Jahren und „Wien , Wien nur du allein sollst stets die Stadt meiner Träume sein“, lautet der Liedtext des berühmten Wienerliedes von Robert Stolz.

Michaelerplatz bei Nacht

Der Michaelerplatz bei Nacht…

Ich lasse meine Traumstadt nicht warten.
Mein Wienbesuch hatte diesmal nur einen einzigen Grund, wieder mal auf einem der wunderschönen Hofburgbälle eine rauschende Wiener Ballnacht erleben.Gleich zur korrekten Wortwahl,  in Österreich geht man „auf“ einen Ball und nicht „zu“ einem Ball. Ein Wiener Ball ist etwas ganz Besonderes. Es muss wirklich nicht der Opernball sein, zu viele Menschen, zu viele Möchtegerns und zu viel Medienrummel.

Was ich wirklich jedem empfehlen kann, der gerne tanzt, schön feiert und sich mal wirklich so richtig in Schale werfen möchte, wenn er elegant ausgeht,  ist ein Ball in den Prunkräumen der Wiener Hofburg. Dazu den Tag davor und danach gemütlich ziellos durch Wien zu streifen, die österreichische Hauptstadt  optisch und kulinarisch in vollen Zügen zu genießen.

Erster Tag Ankunft und der Streifzug durch die Innenstadt am Tag vor dem Ball:

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..und bei Tag die imposante Kuppel

Der Glanz und die Gloria der Hauptstadt der k. und k. Monarchie ist vor allem im 1. Bezirk, der Innenstadt, überall zu sehen und zu spüren. Wenn Engel reisen ist das Wetter schön. Also hat sich das Bravsein gelohnt, denn obwohl es Ende Januar in Wien meist eiskalt ist und ein scharfer Wind durch die Gassen bläst, haben wir Glück und milde 8 Grad und Sonne und zartblauer Himmel erwarten uns beim Spaziergang durch die Fußgängerzone Richtung Stephansdom.

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Graben mit Pestsäule – Cremefarbige Fassaden und Dächer in hellem Grünspan heben sich zum zartblauen Winterhimmel ab

In Wien wurden und werden ganz viele Dachböden zu edlen Wohnungen ausgebaut – nicht erst in den letzen Jahren wie man an den historischen Bespielen sehen kann.

Den Blick darf man aber nicht nur nach oben schweifen lassen, sondern vor allem sollten man sich die süßen Dekorationen in den Schaufenstern ansehen.

Hier beim Demel k. und k. Zuckerbäcker Diele am Kohlmarkt, die Paare aus Zuckerguss drehen sich zur Walzermusik, in wahrsten Sinn des Wortes zum Anbeißen süß!

Alles Walzer beim Demel im Fenster

Alles Walzer beim Demel im Fenster

Wien ist ja eigentlich auch ungekrönte Welthauptstadt der Mehlspeisen, wie Kuchen , Torten Strudel und Gebäck in Österreich genannt werden. Also unbedingt eines der Kaffeehäuser oder eine der Konditoreien (Demel, Gerstner, Aida, Heiner, Kurkonditorei Oberlaa, Landtmann, Hawelka, Griensteidl, Schwarzenberg  und , und, und) besuchen und sich dann für eine oder zwei oder mehr der unzähligen köstlichen, süßen Kunstwerke entscheiden, Kalorienzählen zwecklos und taktlos (Ich zeige absichtlich keine Fotos, es ist zu gemein, wenn man nicht sofort davon naschen kann)!

Und natürlich ein bisschen Zeit sollte man sich nehmen, um zu genießen, um in den Zeitungen, österreichische und internationale, und Zeitschriften zu blättern und mit ein bisschen Glück wird man auch ungewollter Zeuge einer echt wienerischen Unterhaltung am Nachbartisch … Nicht umsonst ist die Wiener Kaffeehaus-Kultur seit 2011 Weltkulturerbe und macht ganz viel vom Flair eines Wienbesuches aus.

Traumblick vom Graben auf den Stephansdom, links das Haas-Haus, das  nach der Rundung in eine große Glasfassade  übergeht in der sich der Stephansdom spiegelt. Kleiner Tip auch hier gibt es ein Kaffeehaus, modern von DoCo, dem österreichischen Spitzen-Caterer, mit herrlichem Ausblick auf Platz und Dom.

Foto: Wien Tourismus Peter Rigaud

Foto: Wien Tourismus Peter Rigaud

Für mich ist das Haas-Haus entworfen vom Star Architekten Hans Hollein von 1987-1990 am Stock im Eisen Platz eine wirklich gelungene Symbiose von neu und alt mitten im Herzen Wiens. Etwas mehr Mut in architektonischer Hinsicht bei der Neubebauung von Lücken in historischen Zentren würden auch anderen Städten gut tun.

Gotik bis Neuzeit - Der Stephansdom und das Haashaus

Gotik bis Neuzeit – Harmonie am Stephansplatz

 

Viele wissen bei den Stichworten „Urlaub in Österreich, eckig, rosa, Waffel, blaue Schrift“ sofort was gemeint ist, ja die Mannerschnitte! Und die hat einen kleinen rosaTempel gleich nahe des Stephansdomes, wo der Fan die klassische Mannerschnitte und alle möglichen Devotionalien bekommt, inklusive Skimütze und passenden Skibob.

Manner mag man eben!

Manner mag man eben!

 

Ich hätte mir doch den Manner SCHNITT-O-MAT, im Bild am Podest auf Platz 1, kaufen sollen, bereue es schon jetzt, sieht einfach zu schnittig aus, stimmt’s?

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Der Manner SCHNITT-O-MAT                     Foto: Manner

 

So ein, ja auch ein kleiner, Winterspaziergang macht unglaublich hungrig, deswegen schnell vom Graben auf einen Abstecher in die Dorotheergasse 1, wo es die kleinen Brötchen mit verschiedenen, äußerst köstlichen Aufstrichen im Buffet, mit den für Nichtwiener unaussprechlichen Namen, Trzesniewski (sprich Dress Njev Ski) mit dem berühmten Pfiff Bier (1/8 l eine sonst unübliche Größe) als kleine Wegzehrung gibt.

Wiener und Touristen reichen sich hier seit mehr als hundert Jahren die Klinke und haben die Qual der Wahl zwischen 18 und 22 verschiedenen, nach Geheimrezept hausgemachten Brotaufstrichen auf saftigem Schwarzbrot.

Wir kommen meist mehrmals vorbei , wenn wir in Wien sind, und haben unseren Favoriten noch immer nicht gefunden. Eine Lebensaufgabe sozusagen!

Trisniewski

Trzesniewski – unbedingt mit dem Pfiff Bier!

Die Rechnung 7 x1,20 für die Brötchen und dazu 2x 1,10 für den Pfiff Bier, für 10,60 € zu zweit ein feines und sehr erschwingliches Zwischen-Schmankerl! Die Stärkung brauchen wir wirklich, da noch eine anderes Muss in Wien, der Heurigen Besuch, für den frühen Abend ansteht…

 

 

 

 

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