Tischlein deck dich!

Wie gerne würde Frau oder auch Mann manchmal aus dem Vollen schöpfen? Grenzenlos aussuchen dürfen, verschwenderisch sein, ohne Einschränkungen, keine Zwänge, keine Vorschriften, rein gar nichts – außer die eigenen Wünsche erfüllen. Und das durften am Montag sseladies!!!

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sseladies decken ein

Nein, nicht im Modeladen (das darf Nantia ja sowieso jeden Tag in ihrem Laden) sondern im Haushaltswaren- und Porzellangeschäft.

Auf gefühlten, knapp geschätzten 600 m2 Porzellan, Gläser, Tischtücher, Bestecke, Schnick-Schnack, Kerzen,  Deko – nur um einmal Tischlein deck dich zu spielen.

Einen Tisch vollkommen nach unseren Vorstellungen eindecken. Wirklich auswählen, anstatt nur wie gewohnt nur zu entscheiden zwischen dem „guten“ Porzellan und dem „Alltagsservice“  und dem Shabby Chic Sammelsurium aus Steinzeug, um als Gastgeberinnen ein Tischerlebnis zu gestalten, das die kulinarischen Kochkünste unterstreicht und die Lust liebe Menschen zu verwöhnen ausdrückt. Den Dekowahn voll auszuleben – eine pompöse Wunschtafel, eine zarte Zaubertafel, einen edel-puristischen Tisch, einen romantischen Tisch, eine mediterrane Tafel, einen elegant- verspielten Traumtisch gestalten.

Wie kommt man überhaupt dazu Tischlein deck dich spielen zu dürfen? Na ja einfach Glück gehabt und gefragt worden von einem sehr beliebten Anzeigenblatt im Großraum Nürnberg die zum Tischlein Deck dich Wettbewerb aufgerufen haben. Umgesetzt werden die Tischlein im „ersten Haus am Platz in Nürnbergs guter Stube“ einem alteingesessenen Haushaltswarengeschäft, das alles führt was man zum Kochen und schön Essen braucht und wenn nicht, dann wird’s bestellt. Seeladies laufen im Bewerb natürlich außer Konkurrenz, Sparte Modedesign und Medien, und freuen sich sehr drauf endlich loslegen zu dürfen und  ausnahmsweise eine „tabula rasa“, also einen leeren Tisch  vorzufinden.

Wir wollen voller Eifer loslegen, siehe Lady Nantia,  doch

Tabula rasa

tabula rasa

was wir uns so leicht vorgestellt haben, wird dann aber  recht schwierig. Wir haben die Qual der Wahl und, modern oder neudeutsch, die Multiopportunität eines Porzellangeschäftes total unterschätzt.

Wie viele verschiedene Porzellanservice in schneeweiß oder bonechina creme kann man eigentlich in einem Geschäft anbieten? Egal was sie jetzt schätzen, es waren viel mehr!!! Aber uns ist an dem Nachmittag nicht nach weiß, zeitlos, reduziert, schlicht oder gar zurückhaltend – nein wir wollen Farbe und Muster, aber so was von.

Farbe satt, da sind wir uns schon mal einig. Der Rundgang durch das Wunschparadies kann beginnen. Das wäre doch schön, oder?

Mir ist heute so grün...

Mir ist heute so grün…

Schön schon, sehr sogar – aber wie immer ist das mit dem guten Geschmack so eine Sache. Wir haben in der absoluten Luxusklasse mit einem sehr, sehr edlen Wedgewood Dekor „Chinoiserie green“ vom Designer Jasper Conrad zugeschlagen. Und von so viel Luxus ist halt verständlicherweise nicht viel auf Vorrat, also nur die ausgestellten Teilchen.  Da würde der Tisch dann doch sehr übersichtlich ausfallen.

Teller

Teller sucht Tischtuch

Nützt nix, auch wenn wir unsere Farbpalette für die textilen Elemente gefunden hätten, heißt es  leider Abschied nehmen vom chinesischen Traumservice, schade um die herrlichen Blumen und Schmetterlinge und Vögel auf den Tellern.

Wie Ladies halt so sind, haben wir auf unserer Fahrt zum Schauplatz fast alle möglichen Varianten eines schönen, perfekt gedeckten Tisches  im Geiste hingezaubert und sprühen voller Tatendrang endlich richtig loslegen zu dürfen. Daher sind wir nicht zu bremsen und

Kolibris, Schmetterlinge und grün!

Kolibris, Schmetterlinge und grün!

landen im brasilianischen Regenwald! Modern und doch romantisch, sehr edles, zart schimmerndes Bone China aber doch bunt und lebendig, ein kleines Kunstwerk, ja wir sind fündig geworden. Amazonia von Villeroy & Boch heißt das Geschirr, ausreichend vorhanden :-), und jetzt kommen wir in Fahrt.

Tischtuch, satte, feste Leinenqualität, in Fuchsia dazu einenTon heller die Stoffservietten (nichts geht über echte Stoffservietten in Damast, Leinen oder Strukturbaumwolle) in Zyklame. Wir sind im Farbenrausch. Und weil es gar so schön ist, müssen die kleinen pink-goldfarbenen Vögelchen gleich auf auf den Servietten Platz nehmen. Bitte beachten der Kolibri vom Teller flirtet mit dem Phantasievogel von der Serviette!

Tropical dinner

Tropical dinner

Bei den Gläsern beschränken wir uns auf ein Weißweinglas und ein Rotweinglas, wählen schlichte, schnörkellose, Kristallgläser von Schott, die nicht in Konkurrenz mit dem opulenten Dekor des Porzellans stehen. Die bunten Wassergläser kommen wieder weg, das wird sonst zu viel.

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Das passende Besteck wird einstimmig im Vorbeigehen ausgewählt. Edelstahl, schmal, filigran, liegt aber sehr gut in der Hand und ist von WMF. Es lässt sicher harmonisch mit dem doch etwas bewegtem Dekor und den Farben der Tischwäsche kombinieren, es sorgt für Ruhe.

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Lächeln hilft – Brotkorb ja oder nein?

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Weinkühler – Muss oder Kann?

Porzellan, Gläser, Besteck  – so jetzt fehlen noch die Accessoires. Was nehmen wir noch ? Kerzen, Blumen, Vasen, Weinkühler, Brotkorb, Salz und Pfeffer, Dekoration in der Tischmitte? Wir entscheiden weniger ist mehr, also nur Salz und Pfeffer, zwei dezente kleine Vasen, ein Windlicht im modernen Kolonialstil, mundgeblasen aus Skandinavien, mit Trageschlaufe aus cognacfarbenem Leder.

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Ay candela

Geschafft, das Tischlein ist gedeckt, der Sommer wird bunt, tropical nights, das Motto der ersten Sommereinladung steht schon mal fest. Jetzt erwarten wir den Besuch des Hausherrn, „der Hüter der Tafelrunde“, Klaus Harl, seines Zeichens der Inhaber von Küchen Lösch am Nürnberger Lorenzer Platz, bei ihm deckten wir unser Tischlein. Er führt das Traditionsunternehmen bereits in fünfter Generation, eine Instanz der Tischkultur sozusagen.

Der studierte Diplom Wirtschaftsingenieur – ein Gentlemen und charmanter Grandseigneur der alten Schule – fachsimpelt mit uns zwischendurch über Tischgewohnheiten und welche Nation wie die Speisen am Tisch aufträgt – sehr interessanter und erhellender Vortrag!

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Sseladies sind nach fast 2 Stunden, nie hätten wir gedacht, dass wir so lange dafür  brauchen, glücklich und erleichtert, dass wir ein wohlwollendes Nicken von Herrn Harl bekommen. Das  halten wir als Zeichen dafür, dass wir vor den geschulten und strengen Augen des Experten bestehen können.

Tropenträume Traumtisch

Tropenträume Traumtisch

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und an dieser Stelle auch ein dickes Dankeschön an die Damen des Hauses Lösch, die uns so nett unterstützt haben, als wir einmal aus dem Vollen schöpfen durften!

Mit Spannung warten wir auf die Kreationen der offiziellen Teilnehmer des Wettbewerbs des „Blauen Kurier“. Wir kommen wieder zum Fototermin, wenn alle Tischlein eingedeckt sind, und berichten dann darüber.

Sseladies sind jetzt schon am Träumen, fühlen eine laue Sommernacht und sehen ihren Amazonia-Tropentisch auf einer Holzveranda in Manaus , im Hintergrund läuft das Grammophon und Enrico Caruso singt „Nessun dorma“…

Fotos: Evelyn Watzka

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