Expo Milano fast Finissage

Kurz vor Schluss noch mal zur Expo – keine gute Idee? Ein verlängertes Wochenende in Mailand und das eine Woche bevor die Expo endet. Da muss man doch hin und sich die Expo ansehen, das war der Ansatz und dann noch den Montag auswählen, weil da ist es sicher ruhiger. Die gute Idee hatte gefühlt eine Million Menschen aus aller Herren Länder und wir mitten drin…

Fast nix los um 10 Uhr morgens

Fast nix los um 10 Uhr morgens

Allein die Anreise mit der Metro 1 rot vom Domplatz weg ein echter Härtetest für Menschen die es vielleicht nicht ganz so eng mögen. Sardinendosen mäßig eingekeilt ist auch Umfallen oder eine kleine Ohnmacht unmöglich. Sseladies beschließen ruhig zu bleiben, Augen zu und durch. Wir haben uns ja bestens eingelesen und wissen, dass es keine Alternative gibt, außer die Länge der Warteschlange und die Dauer des Schlange Stehens.

Gleich im Eingangsbereich die martialische „Food Armee.“

Bewaffnet mit Expoplan sind wir leicht erschlagen wo wir anfangen sollen und hinter uns strömen die Massen kontinuierlich nach. Also schnell entscheiden, sonst verliert man noch mal wertvolle Zeit. Im Internet gab es bei den italienischen Expo Ratschlägeseiten den guten Tipp zuerst ganz von hinten anzufangen, sich die Pavillons auszusuchen wo niemand ansteht (sehr witziger Tipp wie sich noch rausstellen wird). Also auf gehts tapfer rein in den Decumanu wie man die Hauptstraße der Expo nennt.

Am tschechischen Pavillon dann ein Zeichen, der Vogel was will er uns sagen? Nur der frühe Vogel fängt den Wurm? Passt nicht so ganz auf der Expo weit und breit kein Wurm nur Schlangen, die aber überall.

P1070351Also kommen wir recht schnell zur einsamen und , wie es sich jetzt, da ich völlig fertig am Sofa schreibend liege, goldrichtigen Entscheidung, eine sehr individuell Expotour zu machen.

Die Architektur der Expo Pavillons von außen zu bewundern und zu bestaunen, die Botschaft der Expo haben wir ja davor schon mehrfach – in Ruhe – von zuhause aus gelesen und verstanden. Das war gut so. Sonst hätten wir gedacht uns auf eine Art Disney Oktoberfest verirrt zu haben, mit dem kleinen Unterschied, das halt niemand in Tracht unterwegs ist und auch kaum jemand beschwipst, dass man vor allen Pavillons, die im Vorfeld in der Presse als cool bezeichnet worden waren, mindestens 2 Stunden warten muss, also wahrlich starke Ähnlichkeiten zur Wiesn.

Daher kleine Pause und runter kommen. Hinter den Pavillons Richtung kleinem Fluss gibt es auch stille Ecken.P1070355

Auf den Sofas aus Europaletten kann herrlich umfallen und in den Himmel schauen, um runter zu kommen, der Kopf hat einfach schon richtig schlimm geraucht, zu voll, zu viele Menschen, leider.

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Kopf wieder klar –  weiterschlendern.
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Absolutes Glück haben wir allerdings mit dem sonnigen Wetter und den milden Temperaturen, die Sonne schenkt mir später auch noch einige tolle Kontraste für die Fotos.

Marokko hat eine wundervollen Olivenhain mit mediterranen Duftkräutern vor seinem Pavillon. Katar präsentiert sich orientalisch mit überdimensioniertem geflochtenem Strohkorb.

Immer wieder schöpfen wir Hoffnung, allerdings erfolglos, doch noch in einen Pavillon zu kommen – ohne eine Stunde an zu stehen.

Sehr begehrt auch der Pavillon Österreichs, ein ganzer Wald als Symbol für die Wichtigkeit von frischer sauberer Luft, und Vogelgezwitscher, welches man auch von außen hört. Doch die Schlange ist einfach zu lang. Wenigstens war man so nett und hat auch einen Baum vors Österreichische Haus gestellt.

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Madre Quinoa lacht uns aus einem der Südamerikanischen Länder entgegen. Ein Trockenbild aus Quinoafrüchten, die in der peruanischen Küche, die gerade der Megatrend ist, eine wichtige Rolle spielt.

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Die Falten im vertrockneten Gesicht von Made Quinoa erinnern uns daran, dass man auf Messen und Veranstaltungen immer genug Wasser trinken soll. Gesagt getan. Ab zu dem italienischen Mineralwasser und rein in deren offenen, stylischen Mineralwasser- Tempel.

P1070373Und schnell den Wasserhaushalt wieder in Ordnung bringen. Die feine, etwas bittere Orangenlimo wird auch gleich mit probiert.P1070374 (1)

Der deutsche Pavillon ist, was uns sehr freut, ganz  besonders heiß begehrt, hier muss man „nur“ 2 Stunden anstehen. Spätestens jetzt beschließen wir ein Expo Video mit Tour durch alle  Pavillons zu kaufen, müssen nachsehen, ob es das schon gibt oder ob es noch rauskommt.

Segel als Inspiration Kuwait, Deutschland viele Ideen aber keine gegen Schlange stehen :-), Ecquador glitzernde Glasperlenketten.

Super Expo Cinquecento – was da  Alles wächst!

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Hat uns sehr beeindruckt, Israel, auf der einen Seite eine stilisierte Klagemauer auf der anderen fruchtbare Vertikale Felder, das ist eine Aussage in mehrfacher Hinsicht.

Gigantische Flächen und Konstruktionen, schade, dass nur ein paar der Gebäude nach dem Ende stehen bleiben, das meiste wird abgebaut und weg ist es…

Zauberhaft filigrane Metallkonstruktionen und dann schmuggelt sich da  ein fast echter , weißer Baum mit rein.

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Die Expo ist eine Erfahrung… – die man selbst gemacht haben muss. Alle Warnungen von lieben Freunden wollten wir nicht hören und konnten es uns einfach nicht vorstellen, dass so viele Menschen unterwegs sein werden, um die „Expo Feeling the Planet und Energy for Life“ sehen und erfahren zu wollen. Fraglich auch, ob die Botschaft bei Massen von Besuchern auch wirklich beim Individuum ankommen konnte.

Die Sonne steht langsam tiefer und nun gelingen mir meine Expo Lieblingsbilder.

Nach guten vier Stunden sind wir zwischendurch immer noch begeistert gewesen, schade, dass es einfach nahezu unmöglich war in einen Pavillon reinzukommen, Schlange, Schlange, Schlange.

Es ist aber trotzdem gelungen, wie erzählen wir jetzt hier aus Diskretionsgründen einfach nicht und auch nicht wo…

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4 Gedanken zu “Expo Milano fast Finissage

  1. Tonesz Karin schreibt:

    Hallo Ihr zwei Ladies, wo ihr ward – war schon immer mal ein Traum von mir ….spätestens nach der Expo in Hannover….ich denke es war ein traumhaft schöner Tag für Euch beide und danke, dass ihr uns alle an dem Tag teilhaben lässt. Sorry kann nicht mehr richtig RS nach 48 Seiten BK.

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  2. Enzo schreibt:

    Hallo Ladies, immer wieder spannend was Ihr denn so erlebt. Mir reichst was Ihr gesehen habt, Inhalt hat mich überzeugt, aber hinfliegen tu ich dann ein andermal……

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